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Social Search vs. Google: Der Relevanz-Check für 2026

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Rund 40 % der Generation Z nutzen heute TikTok oder Instagram, wenn sie nach einem Ort zum Mittagessen suchen, anstatt Google Maps zu öffnen. Neuere Erhebungen zeigen sogar, dass bereits 64 % der jungen Zielgruppe TikTok als primäre Suchmaschine verwenden.

Warum? Weil Google oft statische Ergebnisse liefert, die von Anzeigen und SEO-optimierten Textwüsten dominiert werden. Auf Social Media hingegen bekommen Nutzer*innen:

  • Visuelle Beweise: Man sieht das Essen, die Atmosphäre und das echte Erlebnis in Bewegung.

  • Glaubwürdigkeit durch Peers: Bewertungen kommen von „echten Menschen“ statt von anonymen Sternen.

  • Schnelligkeit: Eine Suche auf TikTok liefert oft in Sekunden eine kuratierte Auswahl an Tipps, die genau auf den persönlichen Geschmack zugeschnitten sind.

SEO-Silos brechen auf

Die wichtigste Erkenntnis für 2026: SEO ist kein technisches Department mehr, sondern der strategische Taktgeber für die gesamte Markenpräsenz. Wenn wir über Sichtbarkeit sprechen, müssen wir heute von einer Multi-Channel-Optimierung ausgehen.

Es bringt nichts, auf Platz 1 bei Google zu stehen, wenn Ihre Zielgruppe gar nicht mehr dort sucht. Gleichzeitig nutzt Google selbst mittlerweile vermehrt Social-Signale und integriert Kurzvideos direkt in die Suchergebnisse. Die Welten verschmelzen.

Wie wir Social SEO 2026 angehen

Um in der „Social Search“ gefunden zu werden, müssen wir unsere Inhalte so aufbereiten, dass die Algorithmen (und die Nutzer*innen) sie sofort verstehen:

  • Keywords in der Caption: Nutzen Sie primäre und sekundäre Keywords ganz natürlich in Ihren Beschreibungen.

  • Sprechende Untertitel: Die KIs von Instagram und TikTok „hören“ mit. Keywords, die im Video ausgesprochen und per Untertitel eingeblendet werden, erhöhen die Findbarkeit massiv.

  • Alt-Texte für Bilder: Auch auf Social Media helfen beschreibende Texte im Hintergrund, um von den Bild-Erkennungs-Systemen richtig zugeordnet zu werden.

  • Präzise Hashtags: Weniger ist mehr. 3 bis 5 hochrelevante Hashtags schlagen eine Flut an Spam-Tags um Längen.

Also:

Holen wir den User dort ab, wo er*sie entscheidet!

Das passt perfekt zu dem neuen „Your Algorithm“-Feature, über das wir neulich gesprochen haben. Nutzer*innen kuratieren ihren Feed heute aktiv selbst. Wenn eine Marke es schafft, durch exzellente Social SEO in den Suchergebnissen aufzutauchen, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass der*die Nutzer*in sie in seinen permanenten Interessen priorisiert.

In Österreich, wo die Social-Media-Durchdringung bei über 80 % liegt, ist dieser Shift besonders spürbar. Wir können es uns nicht mehr leisten, Social Media nur als „Verlängerung“ einer Kampagne zu sehen. Es ist der Ort, an dem die Suche beginnt und die Kaufentscheidung oft schon abgeschlossen wird, bevor der*die Nutzer*in jemals Ihre Website besucht hat.

Die Frage für 2026 lautet also nicht mehr: „Wie ranken wir bei Google?“, sondern: „Wie werden wir zum besten Suchergebnis im Leben unserer Community?“

Wie optimierst du deinen Content um ein passables Suchergebnis zu werden? Schreib mir hier oder lies hier mehr über meine Gschicht‘ nach!

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